21-02-16

Pflegestandards
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Basishygiene ist das A & O gegen jeden Keim

Autor: Redaktion
Tagtäglich werden wir in unserer Arbeit mit Keimen konfrontiert, die teilweise jedoch relativ harmlos sind. Es gibt aber auch Erreger, die zu einer massiven Erkrankung führen können. Zu ihnen gehören die Hepatitis-Keime sowie das Aids-Virus. Nicht immer wissen wir, ob ein Pflegekunde eine Infektion in sich trägt. Deshalb müssen wir eine Basishygiene anwenden, um uns vor Ansteckung zu schützen. Erfahren Sie alles rund um die Basishygiene.

Denken Sie an die Folgen von Infektionskrankheiten wenn sie die Hygiene nicht einhalten

Eine Ansteckung mit Hepatitis-Erregern kann schwerwiegende Folgen haben, es können erhebliche Schädigungen der Leber auftreten. Gegen Hepatitis A und B gibt es eine Schutzimpfung, Auskunft darüber gibt Ihnen der Betriebsarzt. Auch eine Infektion mit dem HIV-Erreger (Aids) verursacht schwere Erkrankungen – und gegen HIV gibt es keine
Schutzimpfung. Wie bewusst ist Ihnen, dass Ihr Pflegekunde Virusträger sein kann, ohne dass Ihnen als Pflegende dies bekannt ist?

Basishygiene muss aufgefrischt werden

Basishygiene-Maßnahmen werden im Pflegealltag angewandt, um uns und andere vor Infektionen zu schützen. Die Anwendung der Basishygiene kann Sie auch vor weiteren Erkrankungen bewahren und ist deshalb Teil der ganz normalen täglichen Arbeitshandlungen. Doch was zur Routine wird, läuft Gefahr, nicht mehr so ernst genommen zu werden. Beachten Sie noch alle Hygienemaßnahmen? In der Übersicht sehen Sie, welche Maßnahmen erforderlich sind.
basishygiene

Mit der Händedesinfektion sind Sie auf der sicheren Seite

Die größte Gefahr der Keimübertragung bei Menschen besteht durch die Hände des Personals. Dies ist eine Feststellung des Robert-Koch-Instituts, das maßgebliche Regeln und Empfehlungen für die Hygiene veröffentlicht. Wenn Sie gezielte und korrekte Händehygiene betreiben, schützen Sie Ihre Pflegekunden und sich selbst.

 Die Zahlen sind drastisch

Über die Keimbesiedelung der Hände gibt es mehrere Studien. Unter den Fingernägeln befindet sich eine hohe Zahl an Mikroorganismen. Nach Schätzungen sind dies:
  • unter einem Fingernagel: so viele Keime wie alle Einwohner Deutschlands
  •  unter dem Ehering: ganz Europa
  • am entzündeten Nagelbett: die gesamte Weltbevölkerung

Unser Tipp für Sie: Tauschen Sie sich aus

Angesichts der auftretenden resistenten Keime wird Hygiene immer wichtiger. Im Arbeitsalltag kann es passieren, dass man wichtige Hygienemaßnahmen vergisst, z. B. die Händedesinfektion. Vereinbaren Sie mit einem Kollegen, für eine Arbeitsschicht gegenseitig ein Auge auf das Thema „Hygiene“ zu werfen. Tauschen Sie sich aus, und erklären Sie sich gegenseitig, wo Sie Verbesserungspotenzial sehen.
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